Die Staffelrennen zum Auftakt des EGK OL-Weltcupfinals in Davos Klosters endeten mit einem totalen Schweizer Triumph. Das Heimteam setzte sich am Samstag auf Madrisa sowohl bei den Männer als auch bei den Frauen durch.

«Auf den letzten Metern habe ich es nur noch genossen», sagte Simona Aebersold, kaum hatte sie den Sieg der Schweizer Frauenstaffel aus dem Regen ins Trockene gebrachte. Zuvor hatte die Schlussläuferin noch einen heiklen Moment zu überstehen. «Auf der Schlussschlaufe ist mir noch ein Fehler unterlaufen. Da hatte ich kurze Zeit Angst, dass ich noch überholt werde.» Doch Aebersold behielt die Führung, das Team Schweiz 1 gewann vor Schweden und Norwegen.

Die Schweizerinnen hatten sich zuvor auf Madrisa ob Klosters stets in den vorderen Positionen gehalten. Elena Roos kehrte knapp hinter der Spitze von der Startstrecke zurück. Sabine Hauswirth handelte sich im technisch schwierigen Startteil zwischenzeitlich einen leichten Rückstand ein. Dank einer geschickten Routenwahl und ihrer guten läuferischen Form gelang der Bernerin jedoch eine Aufholjagd, so dass sie an zweiter Position an Aebersold übergeben konnte.

Hadorn unwiderstehlich

Das alpine, teils steile Gelände an der Baumgrenze forderte die Athletinnen und Athleten technisch wie physisch. «Zu Beginn galt es, die Karte genau zu lesen», sagte der Schweizer Startläufer Daniel Hubmann. «Gleichzeitig musste man in den Steigung physisch bereit sein, um an der Spitze mithalten zu können.» Der Routinier lancierte sein Team mit einer Streckenbestzeit optimal.

Während sich Florian Howald auf dem zweiten Abschnitt einen Rückstand von rund anderthalb Minuten einhandelte, zeigte sich Schlussläufer Joey Hadorn in blendender Verfassung. Der Berner konnte sich mit dem Norweger Eskil Kinneberg und dem Schweden Anton Johansson einen Fight um den Sieg und konnte sich am Schluss von seinen beiden Konkurrenten absetzen. «Mein Ziel war es, den ersten Abschnitt gut zu erwischen und dann im zweiten Teil anzugreifen. Das ist mir gelungen», sagte Hadorn. «Ich mag es, wenn es hoch und runter geht.» Die weiteren Podestplätze gingen an Norwegen und Schweden, dahinter lief die zweite Schweizer Equipe als vierte ein.

Vom kühlen und feuchten Wetter liessen sich weder die Athletinnen und Athleten noch die Organisatoren aus der Bahn werfen. «Der frühe Wintereinbruch hat das Organisationskomitee vor zusätzliche Herausforderungen gestellt», sagt Event Director Matthias Niggli. «Umso froher sind wir, dass wir die Staffel bei fairen Bedingungen durchführen konnten.»

Gesamtweltcup vor der Entscheidung

In der Weltcup-Nationenwertung rückte die Schweiz dank den beiden Staffelsiegen auf Rang 2 vor. Die führenden Schweden gehen jedoch mit einem immer noch komfortablen Vorsprung in die beiden abschliessenden Einzelrennen.

Am Sonntag und am Montag stehen beim EGK OL-Weltcupfinal zwei Einzel-Wettkämpfe in Davos auf dem Programm. In den Rennen über die Mitteldistanz im Drusatschawald und über die Langdistanz im Zugwald fallen die Entscheidungen im Gesamtweltcup. Bei den Frauen führt die Schwedin Tove Alexandersson, die auf einen Staffeleinsatz verzichtete, mit einem Vorsprung von 90 Punkten. Simona Aebersold und die Finnin Venla Harju liegen dahinter in Lauerstellung und dürfen sich ebenfalls noch Siegchancen ausrechnen.

Auch bei den Männern ist das Rennen noch offen. Der Norweger Kasper Harlem Fosser führt das Zwischenklassement vor den beiden Schweden Martin Regborn und Gustav Bergman an. Matthias Kyburz liegt als bester Schweizer auf dem 5. Rang. Der amtierende Mitteldistanz-Weltmeister muss jedoch verletzungsbedingt auf einen Start am Weltcupfinal verzichten.

Zuschauende vor Ort können das Wettkampfgeschehen live in der Zielarena Höhwald bei Davos mitverfolgen.

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