Am Samstag hatten Mia & Mara bei der Weltcup-Staffel auf Madrisa das Privileg, sich im VIP-Bereich umzusehen. Doch was ist der VIP-Bereich überhaupt? Falls du das nicht weisst, bist du nicht allein, denn ihnen ging es bis heute gleich. 

Beim Betreten des VIP-Bereichs dachten wir zuerst, wir seien im Schlaraffenland gelandet. Im Gegensatz zu draussen war es wohlig warm und uns stach gleich das Essen ins Auge. Anders als erwartet gab es keine Stehtische, sondern wir konnten uns auf einer bequemen Bank niederlassen, wo uns nach wenigen Minuten grosszügig Champagner angeboten wurde – wir lehnten dankend ab. 
 
Wie man am Namen erkennen kann, handelt es sich beim VIP-Bereich um einen exklusiven Ort für besonders wichtige Personen an und für den OL-Weltcupfinal. Zum Beispiel: Vertreter von Sponsoren, Vertreter des internationalen OL-Verbandes und prägende Personen für den Schweizer (OL-)Sport. Für diese gibt es den Livestream und das GPS-Tracking auf zwei grossen Leinwänden, um das Geschehen bei diesem Regenwetter auch drinnen optimal zu verfolgen.

Auch für Verpflegung ist gesorgt. Auf einem langen Tisch werden verschiedene Leckereien präsentiert, von denen man sich bedienen kann. Im Sortiment stehen Gebäcke, Getränke, Sandwiches, Kuchen und Gerstensuppe. Die «Chäschüechli» sind sehr zu empfehlen. Um anschliessend durchzuatmen und zu verdauen, gibt es einen Aussenbereich, von dem man einen Ausblick auf die Arena und den Überlauf hat und die Athleten anfeuern kann.
Als Joey Hadorn die Arena in Führung liegend passierte, stürmten plötzlich alle nach draussen, um ihm «Hopp» zuzurufen. Wie wir sehen konnten, hat sich das Fanen gelohnt. Einige Minuten später konnten wir den Schweizern – Daniel Hubmann, Florian Howald und Joey Hadorn – beim Zieleinlauf zuschauen. Aber nicht nur das Team 1 hat brilliert, auch Timo Suter, unser Klubkollege, zeigte mit seinen Mitstreitern eine super Leistung. Die Frauen – Elena Roos, Sabine Hauswirth und Simona Aebersold – vollendeten den Schweizer Erfolgstag und holten die zweite Goldmedaille.  
 
Mathias Kyburz, der selbst wegen seiner Verletzung nicht antreten konnte, erzählte im VIP-Bereich seine Sicht zum Sieg seiner Teamkollegen. Damit auch die VIPs, die über keine OL-Kenntnisse verfügen, den Wettkampf nachvollziehen können, sagte er kurz nach dem Massenstart der Männer einige Worte zur Staffel.

Zwischendurch gab es noch weitere Inputs. Der OL-Läufer Karl John berichtete über seine Erlebnisse an der OL WM 1972 in Tschechien, wo er mit seinen Teamkollegen in der Viererstaffel die Silbermedaille holte. Damals konnte man den Wettkampf noch nicht so gut mitverfolgen. Es gab nur zwei Funkposten und die technischen Voraussetzungen waren noch nicht vorhanden, um eine reibungslose Übertragung zu ermöglichen.

Besuch bekam der VIP-Bereich auch von den Schweizer Team-1-Läufern der ersten Strecken, die über ihren Lauf berichteten. Der ganze VIP-Bereich klingt jetzt gemütlich und angenehm, doch dahinter steckt ein grosser Aufwand. Die Küche war zum Beispiel seit 7:30 Uhr auf Madrisa auf den Beinen, um den Gästen die Köstlichkeiten vorzubereiten. Feierabend hatte das Küchenteam erst um 22 Uhr.  
 
Einmal einen Wettkampf aus dem VIP-Bereich erleben zu dürfen, war ein einzigartige Erfahrung. Chapeau an das Schweizer Team für den Doppelsieg und viel Erfolg an den folgenden Tagen!  
 
Eure Mia & Mara

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